Mein erster Halbmarathon – check!

Drei Monate Trainingsvorbereitung, mehrere Tritte in den Allerwertesten und eine Mischung aus Vorfreude und Zweifel. Aber ich hab´s durchgezogen! Nachdem ich dieses Jahr nicht beim Triathlon in Tübingen mitmachen konnte und auch sowieso alles anders kam als gedacht, habe ich mich dazu entschlossen, endlich meinen ersten Halbmarathon in Angriff zu nehmen. Strecken von 15 km + bin ich bereits ein paarmal gelaufen, da kann das doch nicht so schwer sein.

Vorbereitung und Training

Trainiert hatte ich mit einem Trainingsplan von Strava, die im Premium-Account enthalten sind. Einfach Plan, Lauferfahrung und gewünschtes Zieldatum eingeben und jeden Tag gibt es eine E-Mail im Postfach mit gut ausgeführten Anweisungen. Es gibt sicher noch ausgefeiltere Trainingspläne, ich bin damit aber ganz gut zurecht gekommen.

Warum den Halbmarathon in Ulm?

Tja, hier gab es gleich mehrere Faktoren: Es liegt von mir aus gesehen fast vor der Haustür, ich habe ca. 1 h Anfahrt. Die Strecke ist recht schön und abwechslungsreich: Am Anfang geht es mit Start an der Ulmer Messe Richtung Norden an der Donau entlang. Dann nach ca. 4 km über die Brücke und über Feldwege zurück Richtung Neu-Ulm. Dort habe ich auch übrigens übernachtet, ich hatte mich dazu entschieden, lieber gut ausgeruht und entspannt morgens an den Start zu gehen. In Neu-Ulm geht es dann im Zick-Zack durch die Straßen und mitten durch ein Einkaufszentrum durch. Anschliessend führt der Streckenverlauf wieder über die Donau zurück nach Ulm. Dort einmal komplett durch die Altstadt, noch ein kleinen Schlenker die Donau Richtung Süden und wieder zurück und schliesslich zum Zieleinlauf am Münster. Ich finde es eine schöne Strecke, sehr empfehlenswert! Auch ist der Halbmarathon (zeitgleich ist auch der Einstein-Marathon) in Ulm eine noch recht überschaubare Veranstaltung mit ca. 4.200 Finishern.

Das Rennen

Morgens war alles gut organisiert, ich bin nach einem guten Frühstück im Hotel die kurze Strecke bis in die Ulmer Innenstadt gelaufen. Dort fuhren regelmäßig Pendelbusse bis zum Parkplatz auf dem Messegelände. Es folgte ein kleiner Spaziergang durch einen angrenzenden Park bis zur Messehalle. Dort konnte ich mich noch in Ruhe vorbereiten, meinen Turnbeutel abgeben und mich noch mit ein paar Bekannten unterhalten, die ich zufällig getroffen habe. Der Beutel mit den persönlichen Sachen und mit der Startnummer beschriftet wird dann mit einem LKW zum Ziel transportiert. Nochmal schnell auf die Pippibox, da sind wohl auch noch andere drauf gekommen. Und schon stehe ich auch im Startfeld. Für Ende September sind es erfreulicherweise angenehme Temperaturen, so dass ich ohne frieren im T-Shirt und kurzer Hose auf mein Verderben warten kann. Ich habe mich in die Nähe vom 2:05 h Pacemaker positioniert und beschliesse, ihn erst einmal zu folgen und zu schauen, ob ich dran bleiben kann.

Nach dem Startschuss des Halbmarathon-Wettbewerbs dauert es wie erwartet noch eine ganze Weile, bis mein Pulk die Startlinie überschreitet. Die ersten Kilometer laufen prächtig, ich kann gut mit dem Pacemaker mithalten und fühle mich wunderbar. Nur dummerweise bleibt der Kerl bei den Versorgungsstationen nicht stehen und hat gar kein Mitleid mit den anderen. Bei der zweiten Versorgungsstation bei ca. Kilometer 11 lasse ich ihn dann ziehen und verlangsame mein Tempo, um etwas zu trinken. Die Fahne ist zwar immer noch in Sichtweite, aber nach der zweiten Getränkestation ist er mir dann doch zu schnell und ich beschließe, mein eigenes Tempo zu finden. Mein Ziel ist es heute nämlich, anzukommen und festzustellen, wie sich so ein Wettkampf anfühlt.

Zwischen Kilometer 19 und 20 wird es dann zäh und ich bekomme etwas Seitenstechen, bleibe kurz an der letzten Verpflegungsstation stehen und trinke nochmals etwas Wasser. Ich nehme etwas Tempo raus und versuche mich auf das nahende Ziel zu konzentrieren. Der letzte Kilometer führt dann kreuz und quer durch die Altstadt. Die letzten Reserven werden mobilisiert und ich starte meinen Schlusssprint. Der Zieleinlauf direkt vor dem Ulmer Münster, die anfeuernden Menschenmassen und mein kleines Supportteam direkt am Ziel beflügeln mich noch einmal zu Höchstleistungen und ich finishe erfolgreich meinen ersten Halbmarathon mit 2:13:30 Stunden (netto).

Fazit

Die gute Vobereitung hat mir beim Wettkampf die Sicherheit gegeben, die ich gebraucht habe. Ich wusste, dass ich die Strecke laufen kann und dass ich auch in etwa eine Zeit zwischen 2:15 und 2:20 laufen kann. Daher war ich von meinem Debüt recht angetan und werde sicherlich zum Wiederholungstäter. Der nächste Halbmarathon ist bereits gebucht, im April 2017 geht´s für mich nach Berlin!


Was war. Was wird. Monat Januar.

Schon ist der erste Monat im Jahr rum. Der Januar ist für die meisten geprägt von guten Vorsätzen die dann doch nicht eingehalten werden und von der beginnenden Hetze im neuen Jahr. Ich habe mir für dieses Jahr einige wenige sportliche Ziele gesetzt und habe beschlossen, dass für mich der Spaß im Vordergrund steht. Aber ans Ziel kommt nur, wer eins hat. Und ein Ziel ist für mich in 2016, mit dem laufen signifikant besser zu werden und mehr und länger zu laufen.